Wie ich den Kontinet Afrika für mich entdeckte

Wann ich das erste Mal den Wunsch verspürte den Afrikanischen Kontinent kennenzulernen weiß ich heute nicht mehr, aber ich kann mich noch sehr gut an die Vorbereitungen zu meiner ersten Afrikareise 1979 erinnern.

Aus Kostengründen musste mein alter VW Käfer für eine Reise durch Nordafrika umgerüstet werden. Auch wen es wie ein Märchen klingt, aus meinem damals 12 Jahre altem Beatle wurde unter tatkräftiger Hilfe meines Bruders und einiger Freunde das erste in Deutschland zugelassene „Einsitzige Wohnmobil“ auf Käferbasis.




Ausgerüstet mit Ersatzreifen, Wassertanks und Reservekanister machte ich mich damals alleine auf eine sechswöchige Tour durchs Nördliche Afrika.

Der Spruch der auf der Heckscheibe des Autos stand, war nicht nur so dahin geschrieben, er sollte mein Leitsatz im Leben werden.

„Es muss traurig sein zu Sterben, ohne seine eigene Welt gesehen zu haben“

Von Genua aus ging es mit der Fähre nach Tunesien. In Algerien ging die Reise weiter südlich auf der Hogarpiste durch die halbe Sahara bis weit hinter Tamanraset bevor mir das Benzin ausging.

Von einem LKW zurückgeschleppt nach Tamanraset führte meine Route auf der Tannesroufpiste in den Süden von Marokko.

Die Faszination des Kontinentes hatte mich schon erwischt, aber nach einigen Tagen die ich mit einer Schlangenbeschwörer Familie in Fees und Marakesch verlebt, hatte mich Afrika komplett in seinem Bann.



Über Spanien, Portugal und Frankreich führte führt meine Rundreise wieder nach Collenberg, ein kleines Dorf am Untermain bei Miltenberg.

Aber ich war nicht mehr ganz derselbe, ich war infiziert, ich hatte „Afrikafieber“ - und wusste dass ich diesen Kontinent wieder bereisen würde.

Es dauert drei Jahre, von denen ich zwei Jahre im südenglischen Wales als Deutscher Soldat verbrachte, bis ich wieder Afrikanischen Boden unter den Füssen hatte, und zwar in Johannesburg in Süd Afrika.

Insgesamt waren es fast vier Jahre die ich im Land am Kap der Guten Hoffnung lebte und arbeitete. Angefangen hat es in der Küche eines Luxushotels im Nobelviertel „Sandton“ bei Johannesburg als Mädchen für alles. Selbstverständliche wurde jede freie Minute dazu genutzt das Land, die Menschen aber vor allem auch die Tiere zu entdecken. Dass dies in einem Land mit 320 Tagen Sonnenschein mit dem Motorrad noch schöner ist versteht sich von selbst.

Aber erst ein Wohnmobil, nun war es schon ein VW Bus, machte es möglich Flora und Fauna dieses Landes auf eigene Faust richtig zu entdecken. Auf den Touren durch die vielen Nationalparks Südafrikas, und in die tollsten Landschaften der angrenzenden Länder wie Botswana, Namibia, Zimbabwe und Mocambique war ich oft in Begleitung der vielen Besucher aus Deutschland die mich in meiner Wahlheimat besuchten. Auch Beruflich war ich nicht unerfolgreich viel unterwegs.



East London, an der Ostküste zwischen Durban und Kap Stadt war die nächste Station. Mit nur 24 Jahren wurde ich Küchenchef in einem 350 Bettenhotel und noch im gleiche Jahr erwarb ich bei einem nationalen Wettbewerb den Titel „Koch des Jahres in Südafrika“.



Das Highlight in der folgenden Promotion Tour für Südafrika war ein Aufenthalt von sechs Wochen im fernen Osten. In Hong-Kong, Singapur und Taiwan durfte ich das kulinarische Südafrika vertreten.



Und so hört es sich an wenn man im Frühstücksfernsehen in Hong Kong angekündigt wird.
 



Zurück in meiner zweiten Heimat spezialisierte ich mich auf „Neueröffnungen“ von Hotels wodurch ich das Land und einige Nachbarländer besser kennen lernte.

Mittlerweile war auch meine Freund Eddy mit seinem Motorrad aus Deutschland bei mir angekommen, und als ich die Zusage der Hotelfachschule in Heidelberg erhielte, war es klar dass wir den Rückweg in die Heimat gemeinsam antreten.



Als ich damals meine Wahlheimat verließ war ich sicher dass ich sobald als Möglich wieder zurückkommen werde, war ich doch mittlerweile ein richtiger Südafrikaner geworden.

Fast sechs Monate dauerte unsere Reise entlang der Ostküste Afrikas. Durch die Homelands von Transkei und Swasiland führte die Route nach Deutsch-Südwestafrika.

In Namibia mit Etoshapfanne, Skelettencoast und Namibwüste konnten wir die Erfahrungen mit viel Sand sammeln die wir bei der Durchfahrt des nördlichen Botswanas benötigten.

Im Zentrum des Okawangodeltas musste mein südafrikanisches Nummernschild und die Fahrzeugpapiere geändert werden da ansonsten eine Weiterfahrt nicht möglich gewesen währe.



Vorbei an den grandiosen Victoriafällen in Zimbabwe mit der Statue Livingston, führte die Strecke über Zambia nach Malawie wo es uns das Mulange Bergmasiv besonders angetan hatte. In Burundi und Ruanda war aufgrund von politischen Unruhen ein langer Aufenthalt nicht ratsam.



Dafür genossen wir einige Wochen Tansania und Kenia mit Ihren einzigartigen Nationalparks mit dem Ngorongoro Krater und der Serengeti. Das wir auf diesen Touren auf unser Mopeds verzichten mussten versteht sich von selbst, andere Transportmittel wurden gesucht.

Auch hier hatten es uns die Berge angetan. Der Mount Meru, Kilimandscharo und der Ol Doinyo Lengai – der heilige Berg der Massai.

Der noch tätige Vulkan Lengai wurden bestiegen sowie einige erholsame Tage auf einer „Hippieinsel“ zum Kraft schöpfen für die schwierigste Etappe. Im Regenwald des Kongos haben wir Afrika von seiner härteren Seite kennen gelernt. In einem zu tiefen Wasserloch bin ich mit meinem Moped im wahrsten Sinne des Wortes abgesoffen. Zum Entfernen des Schlammwassers musste der Motor komplette zerlegt und unter widrigsten Umständen wieder zusammengebaut werden.



Die ganze Aktion hat uns zwei Wochen Zeit gekostet und wir konnten den ständigen Angriffen der Anopheles Fliegen nicht widerstehen.

In Zentralafrikanischen Kongo war für mich die Reise erst einmal zu Ende.

Mit Pfeiferischem Drüsenfieber und einer Malaria Tropica musst ich den Rest der Reise von Bangui aus per Flugzeug machen.



Ein Wehrmutstropfen war das ich diesen Abschnitt Afrikas schon weitgehendes von meiner ersten großen Tour kannte.
image

Thomas & Heike Reichert

"Afrikaverrückt" könnte man es nennen - seit über 30 Jahren auf unzähligen Touren in Afrika.
image

Reisen Sie mit nach Afrika!

Unsere Reiseangebote 2018 Mehr Info!
image

Garni Hotel Bären in Loßburg

50 Meter vom Bushcamp entfernt. Mehr Info!
  • 1

Afrika-Feeling

Fantastische Kulisse, überwältigende Eindrücke und sensationelles Afrika -Feeling erleben Sie im Indoor Bushcamp Lossburg. Genießen Sie einen Sundowner auf der Ladeklappe des Pickups während die Sonne am Firmament verschwindet.

Spätestens bei afrikanischem Tomatenbreadie, Butternut, Squash, und Mieli vergessen Sie, dass Sie im Schwarzwald sind.

Interesse? dann rufen Sie uns an: Telefon 07446-1352